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Gabriel Breunhölder
von Gabriel Breunhölder

Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Stellen wir uns einmal ein autonomes Fahrzeug vor, das der Straße entlang fährt. Plötzlich tritt wie aus dem Nichts ein Fußgänger auf die Straße. Sobald die unzähligen Sensoren den Passanten registriert haben, kommt es auf jeden Bruchteil einer Sekunde an, um noch rechtzeitig die Notbremsung durchzuführen. Die von den Sensoren erfassten Daten müssen also unmittelbar weiterverarbeitet werden.

 

Wer hätte hier gerne eine Cloud zwischengeschaltet, an die Daten erst noch weitergeleitet werden müssen?

Zentrale Datenspeicherung lautete lange Zeit das Mantra. Von der Cloud hat jeder bereits gehört. Weniger bekannt, aber deshalb nicht weniger wichtig, ist dagegen das Thema Edge Computing. Es ist unter dem Namen «Empowered Edge» auf Platz sechs der Liste der Top-Technologietrends 2020 des Marktforschungsinstituts Gartner und liegt damit sogar einen Platz vor der Cloud-Technologie. Wenn von Empowered Edge die Rede ist, dann ist damit eine dezentrale Datenverarbeitung, also das Gegenteil einer Cloud, gemeint. Die Idee dahinter ist, Anwendungen näher am Nutzer zu platzieren und Daten direkt lokal zu verarbeiten. Das beinhaltet zahlreiche Technologien, die das Internet der Dinge betreffen, wie Sensoren-Netze, mobile Datenerfassung, mobile Signaturanalyse, Peer-to-Peer- sowie Adhoc-Vernetzung. Bereits 2023, so Gartner, könnten mehr als 20 Mal so viele Smart Devices am Rande, der «Edge», eines Netzwerkes entstehen als heute.

 

Was macht die Technologie so zukunftsträchtig?

Dank der dezentralen Datenverarbeitung wird das an zentrale Server zu übertragende Datenvolumen verringert und damit auch Übertragungskosten und Wartezeiten. Insbesondere für Echtzeit-Anforderungen, wie beim eingangs erwähnten autonomen Fahrzeug, ist Edge Computing deshalb sinnvoll. Ein weiterer Vorteil ist, dass zentrale Rechenzentren dadurch weniger beansprucht werden oder sogar komplett wegfallen. So werden Fehlerquellen vermieden und die Datensicherheit verbessert.

 

Kontrahenten oder Kollaborateure?

Laut Gartner wird es in Zukunft nicht um eine Entscheidung für Edge und gegen Cloud Computing gehen, sondern die beiden Modelle werden sich komplementär zueinander entwickeln. Die Cloud bleibt als «Lern- und Trainingsanstalt» weiterhin wichtig, sie ist für große und unregelmäßige Datenmengen mit ihrer Rechenpower auch weiter die beste Lösung. Cloud-Services werden dann aber nicht nur auf zentralen, sondern auch auf lokalen Servern und Edge-Geräten laufen. Gefördert wird dieser Trend durch die Weiterentwicklung von Edge Computing mittels Künstlicher Intelligenz und den Ausbau des 5G-Netzes. Dieser sorgt für mehr Stabilität bei der Kommunikation zwischen zentralisierten und dezentralisierten Diensten.

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